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Arbeitseinsatz F96

Bulletin

Aktueller Arbeitseinsatz
F96 von Juli/August 2010

Arbeitseinsatz F96
vom Sommer 2010 ist ganz im Zeichen des zum 9. Mal stattfindenden Kinder- und Jugendlagers JULA 2010 für benachteiligte Kinder in Ocna des Sus gestanden. 27 an der Zahl haben am Anlass unter rumänisch-schweizerischer Leitung teilgenommen und gespielt, gebastelt, sind geschwommen, gewandert und haben Dörfer und Quartier übergreifende Freundschaften geschlossen. Während dieser Zeit konnten die Kids wiederum sozial und medizinisch betreut werden, und so manch schweres Schicksal bedarf auch der weiteren sozialen und medizinischen Nachbetreuung über die gemeinsame Zeit des Lagers hinaus.

3 Schülerinnen (eingebunden in eine Schulpatenschaft) und ein Schüler (unterstützt mit einem Ausbildungsbeitrag aus dem Schulungsfonds Rosa Moser) haben erfolgreich die MIU-Berufsschule in Schässburg abgeschlossen. Mit Teodora konnte gar eine reüssierende Schülerin als Assistenzleiterin fürs JULA gewonnen werden.

Ab Arbeitseinsatz F96 unterstützen wir nun
24 sozial benachteiligte Kinder mit einem Fürsorge- und Ausbildungsbeitrag in einer Sozialpatenschaft, 2 besonders gravierende Fälle in einer Doppelsozialpatenschaft, 7 Jugendliche mit einem Ausbildungsbeitrag in einer Schulpatenschaft, 1 ambitioniertes Mädchen aus einem sehr abgelegenen Dorf mit einer Doppelschulpatenschaft und 5 junge Erwachsene mit einer Studienpatenschaft.

2 junge Frauen haben sich auf unser Inserat gemeldet und möchten ganz im Sinne von Rosa Moser selig eine Ausbildung zur Lehrerin ins Auge fassen. Sie werden fortan von uns mit einem entsprechenden Stipendium aus dem Schulungsfonds Rosa Moser unterstützt.

Auch sehr gefreut hat uns, dass
3 junge Absolventinnen des Líceum Eliade in Segesvár auf den Stipendienwettbewerbsaufruf von Márta & Róbert Boros zum 50-jährigen Jubiläum des Gymnasiums ganz herausragende Beiträge eingereicht haben. Die trefflich engagierten Schülerinnen mit den Berufswünschen Zahnärztin, Rechtsanwältin und Humanmedizinierin konnten sich somit je ein Jahresstipendium zum unbeschwerteren Besuch ihrer Schule sichern, welches ihnen auch etwas Raum belässt, sich unbekümmerter ihren Forschungen hingeben zu können.

Einsatzleiterin Jrène und JULA-Verantwortliche Ursula haben auch dem im Frühling vereinbarten
Schneiderinnenprojekt im Dorf Boiu ein paar neue Impulse verliehen. Zugunsten des Büffelprojekts in Floresti wurde das Geld für eine Neuanschaffung einer Wasserbüffelkuh gesprochen. In vielen der betreuten Dörfer wurde auch soziale und medizinische Nothilfe geleistet und in besonders abgelegenen Orten Lebensmitteltaschen verteilt.

Daneben waren auch einige
komplizierte Ämtergänge durch unsere Dorfverantwortlichen zugunsten von unterstützten Familien zu finanzieren, familiärer Zuspruch zu leisten bei ungewollten Kinderschwangerschaften sowie leider auch betrübliche Infektionskrankheiten, welche Behandlungen in einem Krankenhaus einer grösseren Stadt nötig machen zu vergegenwärtigen.

Erschreckend für ein neues EU-Land ist die zunehmende soziale Verschärfung dahingehend, dass sich für viele Dorfbewohner bei geringem, in der Stadt zu verdienendem Gehalt ein Abonnement für den Bus zur Arbeit wegen der verlangten hohen Preise kaum mehr rechnet und für jene, die eh keine ausgewanderten Familienangehörigen haben, welche ihnen Geld aus dem Ausland wie Spanien, Italien oder Deutschland schicken, der Weg der autarken Selbstversorgung im Dorf oftmals der vernünftigere ist.
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